Aktionstag „Zu Fuß zur Schule“

Der Schulweg scheint oft nicht einfach – auch in Wesuwe. Und auch wenn das Bringen der Kinder in guter Absicht geschieht, birgt es viele Probleme. Aus diesem Grund werben das Deutsche Kinderhilfswerk und der Verkehrsclub Deutschland ab Montag für andere Wege zur Schule.

Ob nun zu Fuß, mit dem Roller oder auf dem Fahrrad – bis zum 28. September wollen bundesweit Kinder bei den Aktionstagen bewusst ohne Elterntaxi zur Schule kommen, teilten die Organisatoren mit. Neben Bewegung und Umweltschutz gehe es vor allem auch um mehr Eigenständigkeit für Kinder, sagt Claudia Neumann für das Kinderhilfswerk. Denn eine Selbstverständlichkeit sei der eigene Weg zur Schule schon lange nicht mehr.

„Nach jüngsten Umfragen fahren 20 Prozent der Eltern ihre Kinder zur Schule oder zur Kita“, ergänzt Naumann. Das seien rund doppelt so viele wie früher. Oft herrsche bei Müttern und Vätern eine Mischung aus Sorge vor Verkehrsunfällen, Übergriffen auf ihre Kinder und auch Bequemlichkeit vor. Viele Ängste seien heute jedoch unbegründet – und im Ergebnis sei der Fahrdienst für viele Kinder wenig hilfreich.

„Elterntaxis vor Schulen und Kitas sorgen für Verkehrschaos“, sagt Marion Laube vom Vorstand des Verkehrsclubs. „Für Kinder sind das unübersichtliche und gefährliche Situationen. Weniger Elterntaxis heißt mehr Platz und größere Sicherheit für alle.“

Ab neun Jahren könne ein Kind in der Regel Entfernungen und Geschwindigkeiten von Fahrzeugen gut abschätzen und allein zur Schule laufen, sagt Naumann. Je nach Persönlichkeit des Kindes und der Verkehrsdichte vielleicht auch schon früher. Wichtig sei von Anfang an das gute Einüben des Schulwegs – am besten zu Fuß. „Dann können sich Kinder auszappeln und ausquatschen und kommen entspannter in den Unterricht oder auch von der Schule nach Hause“, so Neumann weiter.

Weitere Infos: http://www.zu-fuss-zur-schule.de