Hilferuf aus Guatemala

Seit Jahren schon findet an der Clemensschule Wesuwe ein Sponsorenlauf statt. Mit dem Geld, das die Schulkinder erlaufen, wird insbesondere ein Projekt von Eddy Diekmann (Mitbegründer des Vereins Nuevo Dia e.V.) in Guatemala unterstützt. In diesem Schuljahr muss dieser Lauf leider ausfallen. Die Kinder in Guatemala sind mehr denn je auf unsere Hilfe angewiesen, verstärkt die Corona-Krise doch noch mehr ihre Notlage.

Die folgende Presseinformation von Nuevo Dia e.V. macht das deutlich und ruft zum Spenden auf:

PRESSEINFORMATION                                       8. Mai 2020  

Guatemala lässt Maya-Bevölkerung in Corona-Krise im Stich

Weiße Fahnen als Symbol des Hungers

Rheine – Je länger die Corona-Krise andauert, desto größer wird die Verzweiflung in vielen Teilen Guatemalas. Immer mehr Kinder, Frauen und Männer stehen mit weißen Fahnen in der Hand am Straßenrand oder hängen weiße Fahnen an ihre Häuser. Damit signalisieren sie Hilfsorganisationen, dass sie Hilfe brauchen und Hunger haben. Sie können aufgrund der Kontaktbeschränkungen nicht mehr arbeiten und wissen nicht, wie sie die nächsten Tage und Wochen überleben sollen.  „Unsere Freunde in Guatemala haben uns Fotos geschickt, die uns das schockierende Ausmaß erahnen lassen“, sagt Eddy Dieckmann, Mitgründer des Rheinenser Vereins Nuevo Dia e. V.  Wir rufen deshalb unsere Unterstützer in Deutschland dazu auf, für Ernährungs- und Hygienepakete zu spenden.

Größer können die Unterschiede der Gesellschaften auf unserer Erde nicht sein. Während die Staaten Europas ihrer Bevölkerung Hilfe in Milliardenhöhe zukommen lassen, ist Guatemala, der bevölkerungsreichste Staat Zentralamerikas, wieder einmal nicht in der Lage die Ärmsten in seinem Land zu schützen. Ähnlich wie bei der Katastrophe des Vulkanausbruchs vor zwei Jahren, trifft auch die Corona-Pandemie die benachteiligten Ureinwohner Guatemalas am härtesten. So, wie der größte Teil der Bevölkerung, arbeiten sie im so genannten informellen Sektor. Sie verdienen das, was sie zum Überleben benötigen. Derzeit können sie aber nicht arbeiten, haben folglich kein Einkommen. Die schützenden Hygieneregeln können sie nicht einhalten, weil sie weder genügend Seife noch sauberes Wasser haben. Zu Hause bleiben können die meisten nicht, weil sie kein eigenes Heim haben, arbeiten trotz Ausgangssperre auf den Plantagen.

Ernährungspakete für die Menschen mit weißen Fahnen

„Unserer Partnerorganisation vor Ort SEFCA und ASECSA, mit denen wir seit Jahren vertrauensvoll zusammenarbeiten, werden von den Spenden aus Deutschland Ernährungs- und Hygienepakete zusammenstellen und an die Hilfsbedürftigen an den Straßenrändern und in den Dörfern verteilen“, beschreibt Eddy Dieckmann, die unmittelbare Hilfsaktion des deutschen Vereins. Ein Verpflegungspaket für umgerechnet 40 € besteht aus Mais, Bohnen, Pflanzenöl, Reis, Salz und Zucker. Das hilft einer fünfköpfigen Familie für zwei Wochen, einigermaßen satt zu werden.

 Ein Hygienepaket mit viel Seife, Flüssigseife, Waschmittel, Chlor, waschbaren Masken und einer waschbaren Plastikbürste kostet ebenfalls umgerechnet 40 €.

Wir bitten um Spenden auf folgendes Konto.

Spendenkonto: Nuevo Dia e. V.

IBAN: DE33403619061943037700

BIC: GENODEM1IBB

Verwendungszweck: Corona-Hilfe

Spendenquittungen werden nach Geldeingang ausgestellt. Geben Sie bitte Ihre Anschrift im Verwendungszweck an. 

Nuevo Dia e. V. hilft seit 2005, die Lebenssituation der verarmten Mayas in Guatemala zu verbessern. Der gemeinnützige Verein arbeitet ausschließlich mit Ehrenamtlichen ohne Verwaltungs- oder Managementkosten.

www.nuevodia.de

Für weitere Fragen wenden Sie sich an die Vorsitzende Martina Brockmann von Nuevo Dia e. V./Rheine, Tel.: (0 59 71) 8 02 61 95, Email: brockmann.martina@gmail.com,

Oder an unsere Zweigstelle Münster und Pressebüro: Gerhild Bellinghausen, Tel.: (0175 400 6231),

Email: info@textemal.de

 

 

 

Bildtext: Kinder, Frauen und Männer schwenken weiße Fahnen, um auf ihre Not und ihren Hunger aufmerksam zu machen. Die Partnerorganisationen von Nuevo Dia e. V. ASECSA/Chimaltenango und SEFCA versuchen die Menschen am Straßenrand mit Nahrung, Seife und Masken zu versorgen.

Foto: ASECSA/Chimaltenango/Guatemala